Vorrangige Leistungen

Leistungsberechtigte sind verpflichtet, Sozialleistungen anderer Träger in Anspruch zu nehmen und die dafür erforderlichen Anträge zu stellen, sofern dies zur Vermeidung, Beseitigung, Verkürzung oder Verminderung der Hilfebedürftigkeit erforderlich ist.

Die Antragstellung bei vorrangig zuständigen Leistungsträgern ist zwingend.

Abweichend davon sind Leistungsberechtigte nicht verpflichtet,

  • bis zur Vollendung des 63. Lebensjahres eine Rente wegen Alters vorzeitig in Anspruch zu nehmen,
  • Wohngeld oder Kinderzuschlag in Anspruch zu nehmen, wenn dadurch nicht die Hilfebedürftigkeit der gesamten Bedarfsgemeinschaft für einen Zeitraum von mindestens drei Monaten beseitigt wird.

Beispiele für vorrangige Leistungen sind:

  • Kinderzuschlag, Wohngeld, Kindergeld, Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Unterhaltsvorschuss
  • Leistungen der Ausbildungs- und Arbeitsförderung: Arbeitslosengeld, BAB, BAföG
  • Leistungen der Krankenkassen: Krankengeld, Leistungen der medizinischen Rehabilitation
  • Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung: Verletztengeld, Renten wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit
  • Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung: Übergangsgeld, Altersrente, Renten wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung, Hinterbliebenenrente

Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Entsprechende Anträge müssen bei den zuständigen Stellen (z.B. Wohngeldstelle, Familienkasse, Jugendamt) gestellt werden.

Stellen Leistungsberechtigte trotz Aufforderung einen erforderlichen Antrag auf Leistungen eines anderen Trägers nicht, kann das Jobcenter den Antrag ersatzweise selber stellen (§ 5 Abs. 5 SGB II).

Standorte

Anschriften:

Hauptsitz Klötze

Straße der Jugend 6 38486 Klötze

Geschäftsstelle Salzwedel

Karl-Marx-Straße 32 29410 Salzwedel  

Geschäftsstelle Gardelegen

Philipp-Müller-Straße 18 39638 Gardelegen

Öffnungszeiten:
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
08.00 - 12.00 Uhr
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geschlossen
08.00 - 16.00 Uhr
08.00 - 12.00 Uhr