Unterkunft und Heizung

Kosten der Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen, soweit sie angemessen sind.

Bei Mietern sind dies die angemessenen Miet- und Mietnebenkosten.

Hier finden Sie die ab 01.01.2019 geltenden Angemessenheitsrichtwerte zu den Unterkunftsbedarfen nach § 22 SGB II und § 35 SGB XII im Altmarkkreis Salzwedel.

Die Leistungen sind zweckbestimmt zu verwenden. Das Jobcenter kann die Leistungen auch direkt an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte zahlen, wenn die zweckentsprechende Verwendung nicht sicher gestellt ist. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Miet- oder Energiekostenrückstände bestehen. Eine Direktzahlung kann auch auf Wunsch des Leistungsberechtigten oder mit dessen Zustimmung erfolgen.

Bei der Bewohnung von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen werden als angemessene Unterkunftskosten die mit dem Besitz verbundenen Belastungen übernommen (z.B. angemessene Schuldzinsen Hypotheken/Grundschulden, Grundsteuer, Wohngebäudeversicherung, Nebenkosten wie bei Mietwohnungen). Unabweisbare Instandhaltungs- und Reparaturkosten können unter engen Voraussetzungen als Bedarf anerkannt werden, soweit sie angemessen sind und nicht zum Vermögensaufbau beitragen.

Soweit die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung den angemessenen Umfang übersteigen, sind sie nach den Möglichkeiten des Einzelfalls zu senken. Der Leistungsberechtigte hat hierfür in der Regel längstens sechs Monate Zeit. In Betracht kommt die Senkung durch einen Wohnungswechsel, Vermietung oder auf andere Weise bis auf das angemessene Maß.

Sollte ein Wohnungswechsel erforderlich sein, kann das Jobcenter hierbei unterstützen. Notwendige, mit dem Umzug verbundene Kosten, können übernommen werden. Den Leistungsberechtigten trifft dabei grundsätzlich die Verpflichtung, den Umzug selbst zu organisieren und durchzuführen, um die Kosten so gering wie möglich zu halten.  

Besonderheiten bei Umzug

Vor Abschluss eines neuen Mietvertrages benötigen Leistungsbezieher die Zusicherung des Jobcenters zu den Aufwendungen für den Umzug (z.B. Umzugskosten, Mietkaution). Darüber hinaus sollten sie im eigenen Interesse auch eine Zusicherung des Jobcenters  für die Übernahme der Kosten für die neue Unterkunft einholen. Anderenfalls besteht das Risiko, dass die Kosten für ihre neue Wohnung später nicht oder nicht vollständig vom Jobcenter anerkannt werden.

Bei Umzügen innerhalb des Landkreises erteilt das Jobcenter Altmarkkreis Salzwedel die Zusicherung nur dann, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind. Die Gründe für den beabsichtigten Umzug müssen Leistungsberechtigte daher darlegen und ggf. auch nachweisen.

Ziehen Leistungsempfänger ohne vorherige Zusicherung des Jobcenters aus dem elterlichen Haushalt aus, werden Unterkunfts- und Heizkosten für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres grundsätzlich nicht mehr anerkannt (§ 22 Abbs. 5 SGB II).

Daneben werden bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur Regelleistungen in Höhe von 80% des Regelbedarfs Alleinstehender anerkannt (§ 20 Abs. 3 SGB II).

Bei Umzügen in einen anderen Landkreis, die nicht gleichzeitig auch einen Auszug aus dem elterlichen Haushalt darstellen, ist seit dem 01.08.2016 das Jobcenter am Zuzugsort zuständig für die Erteilung der Zusicherung zur Übernahme der Unterkunfts- und Heizkosten für die neue Wohnung.

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Straße der Jugend 6 38486 Klötze

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Karl-Marx-Straße 32 29410 Salzwedel  

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